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herzlich willkommen bei meinem Blog – heute habe ich endlich mal Zeit gefunden, meine bisherigen Emails zu editieren und dann werd ich sie gleich online stellen. Dann gibt’s endlich wieder neue Nachrichten von Ulli aus Indien. Mein Mitreisender Christian und ich sind am 1.August um kurz vor Mitternacht gut in Hyderabad, Hauptstadt des Bundesstaates Andhra Pradesh, Indien gelandet. Ein freundliches Willkommen gab es schon am Flughafen, als der Beamte sich zehn Minuten lang meinen Pass anschaute und nicht sagte, was war. Pure Willkür, wie ich jetzt weiß, mit den Ausländern kann man’s ja machen. Erster Adrenalinkick. Mit dem Gepäck gab’s an sich keine Probleme, allerdings war meine Tasche die allerletzte auf dem Band und Christians Sithar tauchte auch erst ganz zum Schluss auf – da hatten wir schon ne Stunde gewartet. Zweiter Adrenalinkick. Ein Auto von unserer Uni mit zwei Leuten hat uns abgeholt und zum Guesthouse gebracht. Der erst letztes Jahr eröffnete Flughafen Rajiv Gandhi Shamshabad liegt gut 30 km außerhalb der Stadt und auf dem Weg gab’s schon mal Einiges zu sehen: Rudel herrenloser Hunde, ein Slum, dann wieder schicke Häuser, Straßen mit Kratern drin, riskante Überholmanöver und all das im Linksverkehr. Aufregend, sehr aufregend!!! Unsere Zimmer sind für indischen Standard wohl sehr gut, meint Christian, der schon mal in Indien als Backpacker war, naja... Sagen wir mal, es ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig… besonders die elektrischen Installationen (besonders im Bad: Ich geh im nicht duschen, sondern kippe Wasser aus einem Eimer über mich. Der Wasserhahn tropft ziemlich stark und neben der Dusche ist eine offene Steckdose, das ist mir zu heiß, im wahrsten Sinne. Das mit dem Kippen klappt aber super, sogar beim Haare waschen und spart auch noch Wasser. Nach zwei Wochen Indien war ich dann doch schon mal duschen, meist mit kaltem Wasser, aber das geht alles *g*) und insgesamt die allgemeine Bauweise. Photos folgen später J An sich ist die Unterkunft hier aber nur übergangsweise und wir werden so bald wie möglich umziehen, aber auf dem Campus bleiben. Dieser ist übrigen ganz herzallerliebst – klein (wir sind ja auch nur 500-600 Studenten) und sehr übersichtlich, eine grüne Oase inmitten dieser 5-Millionenmetropole.&lt;br&gt;
Das Gute an dem Zimmer hier ist aber, dass ich mein eigenes Bad hab und der Raum locker 16 m2 und zwei Betten hat, außerdem kommt täglich eine Putzfrau vorbei und reinigt beide Räume. Und ich bezahl weder sie noch die Miete. Daran kann ich mich gut gewöhnen. Außerdem steht noch ein Kühlschrank, ein Schrank im Zimmer und ne Klimaanlage hab ich auch, benutz ich aber nicht.&lt;br&gt;
Auf dem Campus der EFL (English and Foreign Languages) University ist alles zentral, weil es so klein ist; allerdings gibt es ein Zentrum, wo man alle trifft: Der Kiosk von Sagar, der auf ungefähr 20 m2 Ladenfläche alles hat, was man unmittelbar zum Leben braucht: Snacks, Getränke, Kekse, einen Kühlschrank mit Lebensmitteln, Waschpulver, einen Kaffee- und Teeautomaten (fragt nicht nach Sonnenschein, alles ist suuuuuupersüß und mit Milch versetzt…), Papier und tausend Sachen mehr, Regenschirme, Wäscheleinen, Telefonkarten… Sollte er tatsächlich mal etwas nicht haben, besorgt er es zum nächsten Tag. Sein Laden ist der mit dem Vodafone-Reklame, links daneben ist der Sai Xerox (der Copyshop, aber “to copy“ heißt in Indien “to xerox“, nach der Marke der Drucker) und rechts die gerade sich im Umbau befindende Caféteria. Oder man wagt sich mal runter vom Campus, denn in binnen zehn Minuten Fußmarsch ist man an der Grenzung Tarnaka, da findet man noch vieles mehr und fliegende Obsthändler sind dort auch – Kokosnüsse, Äpfel, Bananen, Granatäpfel, Jasminblütenketten… Um euch mal ne ungefähre Preisvorstellung zu geben: Die Banane, die hier kleiner und viel (!!!) aromatischer ist als in D’schland, ist das Obst des armen Mannes (für sechs Stück bezahlt man 15 Cent, der Granatapfel ist das teuerste Obst von oben genannten mit 30 Cent pro Stück). Ich könnte euch ja noch seitenweise vorschwärmen wie lecker das Obst ist, da es an den Bäumen reift und frisch verkauft wird, allerdings sollte man die Finger von Äpfeln und Birnen lassen, das geht gar nicht… Und kommen Äpfel nicht aus Indien?!? Oder war es China?&lt;br&gt;
Ich habs leider noch nicht geschafft, alles photodokumentarisch festzuhalten, aber das reich ich nach, für die bessere Vorstellung vom Linksverkehr, dem Gewühl auf den Straßen und natürlich auch vom Müll (der hier nicht getrennt wird… oh Mann, und so was mir!!!), Dreck, Schlamm… Ich werd ein paar Photos hochladen vom Campus mit all den Blumen und Palmen (achtet mal drauf, die sind einbetoniert, damit sie schön gerade wachsen!!!), für die korrekte Darstellung des Linksverkehrs auf indischen Straßen hab ich mir überlegt, wär ein Video am sinnvollsten J&lt;br&gt;
Noch bis in den Oktober/ November rein ist ja Regenzeit, das haben wir gleich am ersten Tag am eigenen Leibe erfahren dürfen. Nach dem Shoppen (die ersten lebenswichtigen Dinge wie Klamotten, Sonnenbrille, Shampoo, HANDY *g*) sind wir nur in einen kurzen Ausläufer des Monsuns gekommen…. Holla die Waldfee, solch ein ohrenbetäubendes Trommeln auf dem Wellblechdach der Bahnstation, diese Regenwand, die Straßen waren in kürzester zeit überschwemmt… Dagegen ist jedes deutsche Gewitter ein kurzer Schauer, maximal Nieselregen. Mittlerweile hat es auch schon drei Tage und drei Nächte durchgeregnet (da waren es dann kurz über 15°C) und das hat meinen Regenschirm klar bekommen.&lt;br&gt;
Nach dem Shoppingabenteuer waren wir abends noch mit Elika, einer Studentin, die uns betreut, und Gorima, einer Freundin essen und zwar im „Spice of India“ – superschnieke, mit Air Conditioning (AC) und einem ganzen Rudel an Kellnern, die einem das Essen auf den Teller portionieren. Sehr sehr sehr lecker, meine Güte, also ehrlich – wir haben Hühnchen und irgendein rotes Fleisch bestellt, das war beides quasi in Tomatensauce, das eine mit Koriander und Chili (Kadai, mein Favorit), beim anderen war glaub ich Kardamon mit dran und dann war noch was Süßes mit dabei, irgendeine frittierte Milchcreme mit Kartoffelpaste in grüner Sauce.&lt;br&gt;
An sich ist Hyderabad aber für sein phantastisches Biryanhi bekannt – im Wesentlichen Reis mit Hühnchen, aber trotzdem ganz anders J Und ich bin das erste Mal Autorikshaw gefahren, meine Güte, WIE aufregend das war – unglaublich. Das sind ja diese dreirädrigen Gefährte, die man heran winkt und 10 Rupien (60 Rupien sind ein Euro) pro Kilometer bezahlt (wenn man „per meter“ fährt, was man tun sollte. Ansonsten muss man einen Preis aushandeln und bezahlt wesentlich mehr). Hinten passen dann bis zu 4 Leute rein, eventuell auch 5 und das ist hier das normale Bewegungsmittel. Züge fahren zu selten und sind meist wahnsinnig voll (aber auch wahnsinnig billig, weil eine Fahrt 2.Klasse 2 Rupien kostet, vgl. 1.klasse 41 Rupien!!! Aber dann auch mit Sitzplatz und AC.). Die Hupe ist Kommunikationsmittel Nummer eins auf den Straßen hier und dementsprechend hatte ich schon das ein oder andere Mal ordentlich Kopfschmerzen, auch von den ganzen neuen Eindrücken und Erlebnissen und englisch reden… Aber ich kann euch beruhigen, mir geht es wirklich gut, ich hatte noch keine Magenschmerzen wegen des Essens oder andere Beschwerden. Ihr kennt mich ja, ich kann mich relativ schnell in neue Umgebungen eingewöhnen. Und hier fühlt es sich gut an – die Leute sind meist hilfsbereit, nur was laaaaaaaaaaaaaaaaaangsam. Und sie starren – ich komme mir vor wie ein Tier im Zoo, sie starren insbesondere mich an, ganz unverhohlen und unhöflich, mustern und GLOTZEN. Elika meinte, dass die Inder das Phänomen der weißen Haut fasziniert. Und dann noch die blonden Haare…. Deswegen gibt’s in der Drogerie auch ne Menge an Bleichcremes (für die Haut, mit dem Ergebnis, dass es fleckig wird, sieht sehr hässlich aus) und Bleichmitteln (für die Haare, die werden dann orange und das sieht, mit Verlaub, albern aus, zumal wenn es gestandene Männer machen…).&lt;br&gt;
Ich hatte zwischendurch eine Roomate - Marie aus Frankreich, die war echt super. Es war aber nur eine kurze Zeit zusammen, denn sie ist nach drei Tagen nach Hause geflogen, ins schöne Fronkreisch.&lt;br&gt;
Wir waren am Wochenende mit Yulin, einer chinesischen Studentin, im Kino bei der „Mumie 3“ (im IMAX: ein riesiger gläserner Komplex, der “Europa“, oder das, was man dafür hält, herbringt. Da gabs dann McD, Subways, Pepe Jeans und teure Preise.).&lt;br&gt;
Am Montag waren wir beim Police Commissioner mit Tonnen von Papieren und Kopien (xeroxes *g*), um uns Registrieren zu lassen. Diese offizielle Meldung muss binnen 14 Tagen nach der Einreise geschiehen, sonst zahlt man im besten Fall eine Strafgebühr, man könnte auch ausgewiesen oder ins Gefängnis gesteckt werden. Muss ja nicht sein. Und wir hatten es ja auch tatsächlich geschafft, alle benötigten Papiere binnen einer Woche zu organisieren – gar nicht so einfach: Erinnert Euch einfach an Asterix’ Problem mit dem Passierschein A38, dann habt ihr eine ungefähre Ahnung, wie das hier läuft… Mittlerweile hab ich das aber raus: Das Konzept der Zeit ist hier ein anderes, viele Sachen werden mit dem nahezu magischen Wort „tomorrow“ aufgeschoben, stetiges impertinentes Auftauchen mit bestimmtem Auftreten und Rumnerven hilft aber, nicht vom Gewünschten abweichen, laut und gegebenenfalls unfreundlich werden und mit unserem Prof Satish drohen (mittlerweile kennen wir auch die meisten hoch dekorierten wichtigen Leute an der Uni, das ist in solchen Situationen hilfreich). Sollte ich mich so in D’schland aufspielen, sagt mir das bitte, da wärs mir peinlich – aber hier dient das der schnellen Zielerreichung. Achso, das Abenteuer beim Police Commissioner… Wir sind wieder mit dem Auto und diesmal drei Leuten von der Uni hingefahren, wurden beim Einlass kontrolliert (für die Frauen gibt es eine extra dunkle Kabine mit Vorhang, wo eine Frau die Kontrolle durchführt) und es standen massig Polizeileute da (taten aber nix, standen nur gelangweilt rum). Dann begann das lange Warten, fünf Stunden waren wir insgesamt da, wurden immer mal zu dem Beamten geschickt, dann gabs prüfende Blicke und zwei Unterschriften, dasselbe Spielchen gab es dann noch mit drei anderen (offensichtlich ranghöheren, weil größere Schreibtische) Beamten. Irgendwann hat der eine Polizist den Fernseher im Warteraum angestellt, dann haben wir Kricket geschaut. Ich will jetzt keinem auf den Schwanz treten, aber trotz intensiver Beobachtung konnte ich nicht mehr als einige Gemeinsamkeiten zum Baseball erschließen und den Sport versteh ich auch nicht. Auf jeden Fall war das Ganze dann doch unerwartet schnell zu Ende und das ganz ohne Bestechung (hab ich aber mit meinen eigenen Augen direkt vor meiner Nase gesehen und da muss man sich natürlich auch keine Mühe gegeben, das irgendwie unauffällig zu gestalten…). Jetzt darf ich offiziell hier sein und studieren.&lt;br&gt;
Hab ich schon erwähnt, dass die Uni mit zu den besten des Landes gehört?!? Jaha, das merkt man auch. Das System ist dem amerikanischen sehr ähnlich: Bei den meisten Kursen (gehen wir vom Direktstudium aus) bekommt man 5 Credit Points (CP) und pro Semester muss jeder Student mindestens 15 CP erreichen (also 3 Kurse besuchen), die Maximalanzahl liegt bei 25 CP (also 5 Kurse besuchen). Diese Kurse hat man zwei- bis dreimal pro Woche, manchmal auch öfter und man muss eine MENGE lesen, es ist nämlich eher theoretisch hier. Der Vorteil liegt aber in der Vertiefung der einzelnen Themengebiete, das ist wohl auch das Besondere an der EFL im Vergleich zum Rest. Hab mich mit Gorima unterhalten, über meine Kurse und die Professoren, Unikram halt… Auf jeden Fall meinte sie, ich hätte die besten Professoren der Uni erwischt und eine gute Auswahl der Kurse gemacht *yeah* [Dabei hab ich nur das belegt, was mich interessiert…] Zwei meiner Kurse sind eher generell, bzw. westlich orientiert: Film History and Theory bei DEM Filmtheoretiker Indiens (!!!), das ist natürlich total cool, dann einen Kurs über das 18. Jahrhundert in Großbritannien (ja, mich interessiert das J), wo ich vielleicht was zu Kant oder Habermas machen könnte) bei einem Typen, der in Cambridge seinen PhD gemacht und auch an mehreren Orten in den USA unterrichtet hat. Außerdem hat er ein Augenbrauenpiercing ;-) und der spricht gutes Englisch J Mit Intonation und so – das machen die meisten Inder nicht, bzw. können es nicht, weil das in ihren Muttersprachen nicht gemacht wird – und Englisch ist ja mindestens die 2. und manchmal 3. oder auch 5. Sprache, welche die Leute hier sprechen. Dann besuch ich noch zwei Indien-spezifische Kurse: Indian Cinema bei satish, meinem Prof, und einen Kurs, der sich Religion, Secularism and Modernity nennt, vornehmlich in Indien. Hier erst merk ich, dass ich echt wenig von Hinduismus und Islam verstehe, peinlich peinlich. Hier glaubt irgendwie jeder an irgendwas, jeder respektiert die Religion des anderen und ist auch relativ gut informiert über Feste usw. Manchmal hör ich den Muezzin bei den täglichen Gebeten, die Moschee ist nicht weit weg. Und die alte Stadt in Hyderabad, quasi der Kern, ist muslimisch und die Stadt an sich eher konservativ. Naja, das ist sogar mir nach einer Woche schon aufgefallen.&lt;br&gt;
Ein paar Leute hab ich mittlerweile schon kennengelernt in meinen Kursen, hier studieren fast nur Mädels, sehr witzig, wie in meinen Fächern an der TU J Ich hab mir vorgenommen, demnächst mal beim German Department vorbei zu schaun, die freuen sich bestimmt über Muttersprachler…&lt;br&gt;
Hier auf dem Campus gibts drei Frauen, die eine kleine Küche betreiben, wo man für 25-35 Rupien (also um die 40 oder 50 Cent) ein leckeres Mittagessen kaufen kann – frisch gekocht und IMMER lecker. Bisher hab ich meist Vegetarian Curry (mal mit Schukrabohnen, mal mit Paprika, Linsen, Blumenkohl, mal mit Kidneybohnen) und Reis oder Fladenbrot oder gefülltes Brot mit Zwiebeln und Frischkäse gegessen. Hatte bisher auch kaum Probleme, essenstechnisch gesehen. So langsam gewöhn ich mich auch an die Schärfe (wobei ich heut von einer M.A. German Studentin erfahren hab, dass Hyderabad im gesamten Bundesstaat das schärfste Essen hat, super Start also ;-)). Ansonsten hab ich ja genug Medikamente mit dabei J&lt;br&gt;
So langsam bekomm ich die ersten Orientierungsansätze in dieser ziemlich großen Stadt ohne einen vernünftigen Stadtplan. Google Maps hilft oder Leute fragen…&lt;br&gt;
Noch was Spannendes für die Reihe: Handwerkliches in anderen Ländern: die Baugerüste vor Hochhäusern oder auch vor unserer Mensa bestehen aus zusammengebundenen Bambusstangen, worauf die Leute dann stehen (also irgendwelche Platten oder so), hab ich noch nicht gesehen. Und man kann eine Halterung für den Fernseher auch ohne Wasserwaage anbringen, man kann auch Holzkeile als Dübel verwenden und Schrauben wie Nägel da reinhauen. Ich werte das als interessant und erfindungsreich. Der Grund für diese Art der Arbeitsweise dürfte genau der gleiche sein für die Verwendung von Naturprodukten in der Schönheitspflege: Der Import von westlichen Gütern hat einfach so spät erst angefangen, dass sich die Leute mit dem helfen mussten, was sie hier hatten: also Bambusstangen und Holzkeile bzw. Joghurt und Kokosöl. Funktioniert auch.&lt;br&gt;
Heute ist Independence Day, aber ich bleib schön zuhause und geh nicht raus feiern, weil das draußen einfach zu gefährlich ist.&lt;br&gt;
So, meine Lieben, tut mir leid, dass es jetzt doch so viel geworden ist, aber das wird sich demnächst geben – immerhin musst ich ja zwei Wochen hier reinpacken. Achja, meine Handynummer wollt ich Euch noch geben, die Adresse gibt’s dann, wenn wir umgezogen sind und es die dauerhafte ist. Also: 0091-9701-5546-37. Bis bald, die Ulli!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://ulligoesindia.blog.co.uk/2008/09/04/hejho-herzlich-willkommen-bei-meinem-blog-heute-habe-ich-endlich-4680930/#comments"&gt;Comments&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</default:description><content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[	<p>Hejho,<br>
herzlich willkommen bei meinem Blog – heute habe ich endlich mal Zeit gefunden, meine bisherigen Emails zu editieren und dann werd ich sie gleich online stellen. Dann gibt’s endlich wieder neue Nachrichten von Ulli aus Indien. Mein Mitreisender Christian und ich sind am 1.August um kurz vor Mitternacht gut in Hyderabad, Hauptstadt des Bundesstaates Andhra Pradesh, Indien gelandet. Ein freundliches Willkommen gab es schon am Flughafen, als der Beamte sich zehn Minuten lang meinen Pass anschaute und nicht sagte, was war. Pure Willkür, wie ich jetzt weiß, mit den Ausländern kann man’s ja machen. Erster Adrenalinkick. Mit dem Gepäck gab’s an sich keine Probleme, allerdings war meine Tasche die allerletzte auf dem Band und Christians Sithar tauchte auch erst ganz zum Schluss auf – da hatten wir schon ne Stunde gewartet. Zweiter Adrenalinkick. Ein Auto von unserer Uni mit zwei Leuten hat uns abgeholt und zum Guesthouse gebracht. Der erst letztes Jahr eröffnete Flughafen Rajiv Gandhi Shamshabad liegt gut 30 km außerhalb der Stadt und auf dem Weg gab’s schon mal Einiges zu sehen: Rudel herrenloser Hunde, ein Slum, dann wieder schicke Häuser, Straßen mit Kratern drin, riskante Überholmanöver und all das im Linksverkehr. Aufregend, sehr aufregend!!! Unsere Zimmer sind für indischen Standard wohl sehr gut, meint Christian, der schon mal in Indien als Backpacker war, naja... Sagen wir mal, es ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig… besonders die elektrischen Installationen (besonders im Bad: Ich geh im nicht duschen, sondern kippe Wasser aus einem Eimer über mich. Der Wasserhahn tropft ziemlich stark und neben der Dusche ist eine offene Steckdose, das ist mir zu heiß, im wahrsten Sinne. Das mit dem Kippen klappt aber super, sogar beim Haare waschen und spart auch noch Wasser. Nach zwei Wochen Indien war ich dann doch schon mal duschen, meist mit kaltem Wasser, aber das geht alles *g*) und insgesamt die allgemeine Bauweise. Photos folgen später J An sich ist die Unterkunft hier aber nur übergangsweise und wir werden so bald wie möglich umziehen, aber auf dem Campus bleiben. Dieser ist übrigen ganz herzallerliebst – klein (wir sind ja auch nur 500-600 Studenten) und sehr übersichtlich, eine grüne Oase inmitten dieser 5-Millionenmetropole.<br>
Das Gute an dem Zimmer hier ist aber, dass ich mein eigenes Bad hab und der Raum locker 16 m2 und zwei Betten hat, außerdem kommt täglich eine Putzfrau vorbei und reinigt beide Räume. Und ich bezahl weder sie noch die Miete. Daran kann ich mich gut gewöhnen. Außerdem steht noch ein Kühlschrank, ein Schrank im Zimmer und ne Klimaanlage hab ich auch, benutz ich aber nicht.<br>
Auf dem Campus der EFL (English and Foreign Languages) University ist alles zentral, weil es so klein ist; allerdings gibt es ein Zentrum, wo man alle trifft: Der Kiosk von Sagar, der auf ungefähr 20 m2 Ladenfläche alles hat, was man unmittelbar zum Leben braucht: Snacks, Getränke, Kekse, einen Kühlschrank mit Lebensmitteln, Waschpulver, einen Kaffee- und Teeautomaten (fragt nicht nach Sonnenschein, alles ist suuuuuupersüß und mit Milch versetzt…), Papier und tausend Sachen mehr, Regenschirme, Wäscheleinen, Telefonkarten… Sollte er tatsächlich mal etwas nicht haben, besorgt er es zum nächsten Tag. Sein Laden ist der mit dem Vodafone-Reklame, links daneben ist der Sai Xerox (der Copyshop, aber “to copy“ heißt in Indien “to xerox“, nach der Marke der Drucker) und rechts die gerade sich im Umbau befindende Caféteria. Oder man wagt sich mal runter vom Campus, denn in binnen zehn Minuten Fußmarsch ist man an der Grenzung Tarnaka, da findet man noch vieles mehr und fliegende Obsthändler sind dort auch – Kokosnüsse, Äpfel, Bananen, Granatäpfel, Jasminblütenketten… Um euch mal ne ungefähre Preisvorstellung zu geben: Die Banane, die hier kleiner und viel (!!!) aromatischer ist als in D’schland, ist das Obst des armen Mannes (für sechs Stück bezahlt man 15 Cent, der Granatapfel ist das teuerste Obst von oben genannten mit 30 Cent pro Stück). Ich könnte euch ja noch seitenweise vorschwärmen wie lecker das Obst ist, da es an den Bäumen reift und frisch verkauft wird, allerdings sollte man die Finger von Äpfeln und Birnen lassen, das geht gar nicht… Und kommen Äpfel nicht aus Indien?!? Oder war es China?<br>
Ich habs leider noch nicht geschafft, alles photodokumentarisch festzuhalten, aber das reich ich nach, für die bessere Vorstellung vom Linksverkehr, dem Gewühl auf den Straßen und natürlich auch vom Müll (der hier nicht getrennt wird… oh Mann, und so was mir!!!), Dreck, Schlamm… Ich werd ein paar Photos hochladen vom Campus mit all den Blumen und Palmen (achtet mal drauf, die sind einbetoniert, damit sie schön gerade wachsen!!!), für die korrekte Darstellung des Linksverkehrs auf indischen Straßen hab ich mir überlegt, wär ein Video am sinnvollsten J<br>
Noch bis in den Oktober/ November rein ist ja Regenzeit, das haben wir gleich am ersten Tag am eigenen Leibe erfahren dürfen. Nach dem Shoppen (die ersten lebenswichtigen Dinge wie Klamotten, Sonnenbrille, Shampoo, HANDY *g*) sind wir nur in einen kurzen Ausläufer des Monsuns gekommen…. Holla die Waldfee, solch ein ohrenbetäubendes Trommeln auf dem Wellblechdach der Bahnstation, diese Regenwand, die Straßen waren in kürzester zeit überschwemmt… Dagegen ist jedes deutsche Gewitter ein kurzer Schauer, maximal Nieselregen. Mittlerweile hat es auch schon drei Tage und drei Nächte durchgeregnet (da waren es dann kurz über 15°C) und das hat meinen Regenschirm klar bekommen.<br>
Nach dem Shoppingabenteuer waren wir abends noch mit Elika, einer Studentin, die uns betreut, und Gorima, einer Freundin essen und zwar im „Spice of India“ – superschnieke, mit Air Conditioning (AC) und einem ganzen Rudel an Kellnern, die einem das Essen auf den Teller portionieren. Sehr sehr sehr lecker, meine Güte, also ehrlich – wir haben Hühnchen und irgendein rotes Fleisch bestellt, das war beides quasi in Tomatensauce, das eine mit Koriander und Chili (Kadai, mein Favorit), beim anderen war glaub ich Kardamon mit dran und dann war noch was Süßes mit dabei, irgendeine frittierte Milchcreme mit Kartoffelpaste in grüner Sauce.<br>
An sich ist Hyderabad aber für sein phantastisches Biryanhi bekannt – im Wesentlichen Reis mit Hühnchen, aber trotzdem ganz anders J Und ich bin das erste Mal Autorikshaw gefahren, meine Güte, WIE aufregend das war – unglaublich. Das sind ja diese dreirädrigen Gefährte, die man heran winkt und 10 Rupien (60 Rupien sind ein Euro) pro Kilometer bezahlt (wenn man „per meter“ fährt, was man tun sollte. Ansonsten muss man einen Preis aushandeln und bezahlt wesentlich mehr). Hinten passen dann bis zu 4 Leute rein, eventuell auch 5 und das ist hier das normale Bewegungsmittel. Züge fahren zu selten und sind meist wahnsinnig voll (aber auch wahnsinnig billig, weil eine Fahrt 2.Klasse 2 Rupien kostet, vgl. 1.klasse 41 Rupien!!! Aber dann auch mit Sitzplatz und AC.). Die Hupe ist Kommunikationsmittel Nummer eins auf den Straßen hier und dementsprechend hatte ich schon das ein oder andere Mal ordentlich Kopfschmerzen, auch von den ganzen neuen Eindrücken und Erlebnissen und englisch reden… Aber ich kann euch beruhigen, mir geht es wirklich gut, ich hatte noch keine Magenschmerzen wegen des Essens oder andere Beschwerden. Ihr kennt mich ja, ich kann mich relativ schnell in neue Umgebungen eingewöhnen. Und hier fühlt es sich gut an – die Leute sind meist hilfsbereit, nur was laaaaaaaaaaaaaaaaaangsam. Und sie starren – ich komme mir vor wie ein Tier im Zoo, sie starren insbesondere mich an, ganz unverhohlen und unhöflich, mustern und GLOTZEN. Elika meinte, dass die Inder das Phänomen der weißen Haut fasziniert. Und dann noch die blonden Haare…. Deswegen gibt’s in der Drogerie auch ne Menge an Bleichcremes (für die Haut, mit dem Ergebnis, dass es fleckig wird, sieht sehr hässlich aus) und Bleichmitteln (für die Haare, die werden dann orange und das sieht, mit Verlaub, albern aus, zumal wenn es gestandene Männer machen…).<br>
Ich hatte zwischendurch eine Roomate - Marie aus Frankreich, die war echt super. Es war aber nur eine kurze Zeit zusammen, denn sie ist nach drei Tagen nach Hause geflogen, ins schöne Fronkreisch.<br>
Wir waren am Wochenende mit Yulin, einer chinesischen Studentin, im Kino bei der „Mumie 3“ (im IMAX: ein riesiger gläserner Komplex, der “Europa“, oder das, was man dafür hält, herbringt. Da gabs dann McD, Subways, Pepe Jeans und teure Preise.).<br>
Am Montag waren wir beim Police Commissioner mit Tonnen von Papieren und Kopien (xeroxes *g*), um uns Registrieren zu lassen. Diese offizielle Meldung muss binnen 14 Tagen nach der Einreise geschiehen, sonst zahlt man im besten Fall eine Strafgebühr, man könnte auch ausgewiesen oder ins Gefängnis gesteckt werden. Muss ja nicht sein. Und wir hatten es ja auch tatsächlich geschafft, alle benötigten Papiere binnen einer Woche zu organisieren – gar nicht so einfach: Erinnert Euch einfach an Asterix’ Problem mit dem Passierschein A38, dann habt ihr eine ungefähre Ahnung, wie das hier läuft… Mittlerweile hab ich das aber raus: Das Konzept der Zeit ist hier ein anderes, viele Sachen werden mit dem nahezu magischen Wort „tomorrow“ aufgeschoben, stetiges impertinentes Auftauchen mit bestimmtem Auftreten und Rumnerven hilft aber, nicht vom Gewünschten abweichen, laut und gegebenenfalls unfreundlich werden und mit unserem Prof Satish drohen (mittlerweile kennen wir auch die meisten hoch dekorierten wichtigen Leute an der Uni, das ist in solchen Situationen hilfreich). Sollte ich mich so in D’schland aufspielen, sagt mir das bitte, da wärs mir peinlich – aber hier dient das der schnellen Zielerreichung. Achso, das Abenteuer beim Police Commissioner… Wir sind wieder mit dem Auto und diesmal drei Leuten von der Uni hingefahren, wurden beim Einlass kontrolliert (für die Frauen gibt es eine extra dunkle Kabine mit Vorhang, wo eine Frau die Kontrolle durchführt) und es standen massig Polizeileute da (taten aber nix, standen nur gelangweilt rum). Dann begann das lange Warten, fünf Stunden waren wir insgesamt da, wurden immer mal zu dem Beamten geschickt, dann gabs prüfende Blicke und zwei Unterschriften, dasselbe Spielchen gab es dann noch mit drei anderen (offensichtlich ranghöheren, weil größere Schreibtische) Beamten. Irgendwann hat der eine Polizist den Fernseher im Warteraum angestellt, dann haben wir Kricket geschaut. Ich will jetzt keinem auf den Schwanz treten, aber trotz intensiver Beobachtung konnte ich nicht mehr als einige Gemeinsamkeiten zum Baseball erschließen und den Sport versteh ich auch nicht. Auf jeden Fall war das Ganze dann doch unerwartet schnell zu Ende und das ganz ohne Bestechung (hab ich aber mit meinen eigenen Augen direkt vor meiner Nase gesehen und da muss man sich natürlich auch keine Mühe gegeben, das irgendwie unauffällig zu gestalten…). Jetzt darf ich offiziell hier sein und studieren.<br>
Hab ich schon erwähnt, dass die Uni mit zu den besten des Landes gehört?!? Jaha, das merkt man auch. Das System ist dem amerikanischen sehr ähnlich: Bei den meisten Kursen (gehen wir vom Direktstudium aus) bekommt man 5 Credit Points (CP) und pro Semester muss jeder Student mindestens 15 CP erreichen (also 3 Kurse besuchen), die Maximalanzahl liegt bei 25 CP (also 5 Kurse besuchen). Diese Kurse hat man zwei- bis dreimal pro Woche, manchmal auch öfter und man muss eine MENGE lesen, es ist nämlich eher theoretisch hier. Der Vorteil liegt aber in der Vertiefung der einzelnen Themengebiete, das ist wohl auch das Besondere an der EFL im Vergleich zum Rest. Hab mich mit Gorima unterhalten, über meine Kurse und die Professoren, Unikram halt… Auf jeden Fall meinte sie, ich hätte die besten Professoren der Uni erwischt und eine gute Auswahl der Kurse gemacht *yeah* [Dabei hab ich nur das belegt, was mich interessiert…] Zwei meiner Kurse sind eher generell, bzw. westlich orientiert: Film History and Theory bei DEM Filmtheoretiker Indiens (!!!), das ist natürlich total cool, dann einen Kurs über das 18. Jahrhundert in Großbritannien (ja, mich interessiert das J), wo ich vielleicht was zu Kant oder Habermas machen könnte) bei einem Typen, der in Cambridge seinen PhD gemacht und auch an mehreren Orten in den USA unterrichtet hat. Außerdem hat er ein Augenbrauenpiercing ;-) und der spricht gutes Englisch J Mit Intonation und so – das machen die meisten Inder nicht, bzw. können es nicht, weil das in ihren Muttersprachen nicht gemacht wird – und Englisch ist ja mindestens die 2. und manchmal 3. oder auch 5. Sprache, welche die Leute hier sprechen. Dann besuch ich noch zwei Indien-spezifische Kurse: Indian Cinema bei satish, meinem Prof, und einen Kurs, der sich Religion, Secularism and Modernity nennt, vornehmlich in Indien. Hier erst merk ich, dass ich echt wenig von Hinduismus und Islam verstehe, peinlich peinlich. Hier glaubt irgendwie jeder an irgendwas, jeder respektiert die Religion des anderen und ist auch relativ gut informiert über Feste usw. Manchmal hör ich den Muezzin bei den täglichen Gebeten, die Moschee ist nicht weit weg. Und die alte Stadt in Hyderabad, quasi der Kern, ist muslimisch und die Stadt an sich eher konservativ. Naja, das ist sogar mir nach einer Woche schon aufgefallen.<br>
Ein paar Leute hab ich mittlerweile schon kennengelernt in meinen Kursen, hier studieren fast nur Mädels, sehr witzig, wie in meinen Fächern an der TU J Ich hab mir vorgenommen, demnächst mal beim German Department vorbei zu schaun, die freuen sich bestimmt über Muttersprachler…<br>
Hier auf dem Campus gibts drei Frauen, die eine kleine Küche betreiben, wo man für 25-35 Rupien (also um die 40 oder 50 Cent) ein leckeres Mittagessen kaufen kann – frisch gekocht und IMMER lecker. Bisher hab ich meist Vegetarian Curry (mal mit Schukrabohnen, mal mit Paprika, Linsen, Blumenkohl, mal mit Kidneybohnen) und Reis oder Fladenbrot oder gefülltes Brot mit Zwiebeln und Frischkäse gegessen. Hatte bisher auch kaum Probleme, essenstechnisch gesehen. So langsam gewöhn ich mich auch an die Schärfe (wobei ich heut von einer M.A. German Studentin erfahren hab, dass Hyderabad im gesamten Bundesstaat das schärfste Essen hat, super Start also ;-)). Ansonsten hab ich ja genug Medikamente mit dabei J<br>
So langsam bekomm ich die ersten Orientierungsansätze in dieser ziemlich großen Stadt ohne einen vernünftigen Stadtplan. Google Maps hilft oder Leute fragen…<br>
Noch was Spannendes für die Reihe: Handwerkliches in anderen Ländern: die Baugerüste vor Hochhäusern oder auch vor unserer Mensa bestehen aus zusammengebundenen Bambusstangen, worauf die Leute dann stehen (also irgendwelche Platten oder so), hab ich noch nicht gesehen. Und man kann eine Halterung für den Fernseher auch ohne Wasserwaage anbringen, man kann auch Holzkeile als Dübel verwenden und Schrauben wie Nägel da reinhauen. Ich werte das als interessant und erfindungsreich. Der Grund für diese Art der Arbeitsweise dürfte genau der gleiche sein für die Verwendung von Naturprodukten in der Schönheitspflege: Der Import von westlichen Gütern hat einfach so spät erst angefangen, dass sich die Leute mit dem helfen mussten, was sie hier hatten: also Bambusstangen und Holzkeile bzw. Joghurt und Kokosöl. Funktioniert auch.<br>
Heute ist Independence Day, aber ich bleib schön zuhause und geh nicht raus feiern, weil das draußen einfach zu gefährlich ist.<br>
So, meine Lieben, tut mir leid, dass es jetzt doch so viel geworden ist, aber das wird sich demnächst geben – immerhin musst ich ja zwei Wochen hier reinpacken. Achja, meine Handynummer wollt ich Euch noch geben, die Adresse gibt’s dann, wenn wir umgezogen sind und es die dauerhafte ist. Also: 0091-9701-5546-37. Bis bald, die Ulli!</p>
<p> <small> <a href="http://ulligoesindia.blog.co.uk/2008/09/04/hejho-herzlich-willkommen-bei-meinem-blog-heute-habe-ich-endlich-4680930/#comments">Comments</a> </small> </p>]]></content:encoded></default:item></rdf:RDF>
